Prähistorischer Faunenschwund
21,00 €
In den Warenkorb
  • verfügbar
  • 1 - 3 Tage Lieferzeit

Wilhelm Schüle

Prähistorischer Faunenschwund

Ursache und Wirkung des Artensterbens

 

PAST 2 | Freiburg 2001 | ISBN 978--3-930369-14-0 | 132 Seiten | EUR 21,00

 

Diese Studie ist das letzte Werk des 1997 verstorbenen Freiburger Prähistorikers Wilhelm Schüle. Seine wissenschaftlichen Arbeiten der letzten Jahre befaßten sich fast ausschließlich mit dem Themengebiet der prähistorischen Mensch-Umwelt-Beziehung und mit der Rolle, die der Mensch in der Landschafts- und Faunengeschichte gespielt haben könnte.

 Die Tatsache, daß die heutige katastrophale Aussterbewelle eindeutig anthropogene Ursachen hat, läßt den Verdacht aufkommen, daß nicht nur Homo sapiens in seiner technisierten Variante für das Aussterben von Arten verantwortlich gemacht werden muß, sondern daß auch seine Vorfahren bis weit zurück in die Vergangenheit schon das Aussterben von Arten bewirkt haben könnten. In diesem Buch wird versucht, plausible Argumente zu finden, die den prähistorischen Faunenschwund bestätigen oder widerlegen.

 Es ist schon in der Gegenwart nur annäherungsweise möglich, die komplexen Wechselwirkungen zwischen einzelnen Parametern und ihren ielfältigen Rückkoppelungen samt den daran beteiligten Auslöser- und Puffereffekten zu erschließen: Immerhin können gleichartige Phänomene ganze verschiedene Ursachen haben. Andererseits kann dieselbe Ursache sehr unterschiedliche Auswirkungen haben, wenn sich andere, am selben Prozeß beteiligte Parameter auch nur geringfügig ändern.

 So gleicht das Buch "Prähistorischer Faunenschwund - Ursache und Wirkung des Artensterbens" dem Versuch, eine mathematische Gleichung mit nahezu unendlich vielen Unbekannten zu lösen. Man kann einer solchen Gleichung jedoch nicht zu Leibe rücken, indem man die meisten Ungekannten als nichtexistent betrachtet und die Gleichung dann auf eine oder wenige Unbekannte reduziert: Man erhält so zwar ein scheinbar exaktes Ergebnis - nur ist es mit Sicherheit falsch. Sinnvoller erscheint es, eine möglichst große Zahl von Unbekannten durch erschließbare Näherungswerte zu ersetzen und damit zu versuchen, Näherungswerte einer oder mehrerer Lösungen zu gewinnen.