Peter Thommes Wald und Metall.

Eine Methode zur Rekonstruktion der Waldschädigung durch ur- und frühgeschichtliche Meiler- und Verhüttungstechnologie

 

Freiburger Dissertationen N° 7 l Freiburg 1998 l ISBN 3-930369-07-2 | Mikrofiche | EUR 7,00

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Ziel dieser Arbeit ist es, eine Methode zu erarbeiten, mit der ermittelt werden kann, wieviel Fläche an Wald verbrauchtwerden muß, um mit urgeschichtlich nachgewiesenen Methoden eine Metalleinheit Kupfer oder Eisen herstellen zu können. Die Methode konnte jedoch nicht an einer Region oder an einer Zeitstufe angewendet werden, weil die vorliegenden Daten nicht ausreichen, um ein auch nur annähernd zuverlässiges Bild ermitteln zu können. Um den historischen Rahmen der Arbeit abzustecken, wurde kurz auf die Klimageschichte eingegangen, ohne den Anspruch zu erheben, dieses Thema erschöpfend zu erschließen. Auch auf das umfangreiche archäologische historische Quellenmaterial zum Thema Wald und Mensch konnte nicht so tief eingegangen werden, wie es wünschenswert gewesen wäre. Die Literatur zur Waldgeschichte auf archäologischer Seite, besonders regionale Untersuchungen, ist reichlich und wurde nicht mehr im einzelnen nachvollzogen. So konnte auch der menschliche Einfluß auf den Wald nicht in allen Facetten berücksichtigt werden. Es ging in dieser Arbeit ausschließlich darum, eine Methode zu entwickeln, die es möglich macht, den Einfluß der Metallherstellung auf die Ausbreitung der Waldfläche zu quantifizieren. Ein Ergebnis dieser Arbeit ist es, aufgezeigt zu haben, welche Art von Daten in der experimentellen Archäologie in Zukunft dringend erhoben werden müssen, um die Forschung in dieser Richtung weiter vorantreiben zu können. Die zur Verfügung stehenden Daten erlauben keine sicheren Ergebnisse. Sie können lediglich eine Tendenz anzeigen. Aus diesem Grunde wurden auch Rechenmodelle an ausgewählten Regionen unterlassen. Es hätte sich dabei um Denkmodelle gehandelt, die sich durch zu viele Unsicherheiten vom historisch Wahrscheinlichen entfernt hätten.