Angelina Topan

Die Kohäsionspolitik der Europäischen Union.

Die Kohäsion Spaniens, Griechenlands, Portugals und Irlands im Spannungsfeld von Vertiefung und Erweiterung

 

 

 

Freiburger Dissertationen N° 5 l Freiburg 1996 l ISBN 3-930369-04-1 | Mikrofische | EUR 7,00

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In ihrer Arbeit untersucht die Autorin den vorerst letzten Versuch der Europäischen Union, ihr regionalpolitisches Instrumentarium zu reformieren. Der neue regionalpolitische Ansatz der EU, die „Kohäsionspolitik“, wird hinsichtlich seiner Tauglichkeit, die sozioökonomischen Disparitäten zu verringern, überprüft. Die wesentliche Fragestellung ist folgende: Verfolgt die EU in der Kohäsionspolitik weiterhin die Strategie der Förderung von Wachstumspolen, oder ermöglicht sie tatsächlich auch den sozioökonomischen Anschluß peripherer Regionen an ein gut entwickeltes Europa? Damit verbunden ist die Analyse des Entwicklungsbegleitbildes der Kohäsionspolitik, welches in eine räumliche und institutionelle Komponente sowie in der Förderung des endogenen Potentials unterteilt wird. Übergeordnete Fragestellung ist, ob die Komponenten des Entwicklungsbildes aufeinander abgestimmt oder ob sie sich vielmehr widersprechen und auf diese Weise konterkarierend sind. Die Ergebnisse werden in den theoretischen Kontext der Integrationstheorie und der Subsidiaritätsdiskussion eingeordnet. Im wesentlichen geht es dabei um die Regionen im Kompetenzkampf zwischen Kommission und Rat. Während der Kommission die Vergemeinschaftung weiterer Politikfelder gelang und sich die Nationalstaaten Handlungsspielräume in der Kohäsionspolitik sichern konnten, sind die Regionen in Irland, Griechenland und Portugal die Verlierer im Machtkampf zwischen Kommission und Nationalstaat. Einhergehend mit dem erweiterten Handlungsspielraum der Kommission, kann sie auch verstärkt Politikinhalte in der Kohäsionspolitik mittransferieren. Nach dem Beharrungsvermögen der Nationalstaaten auf Kosten der Regionen ist die Beharrlichkeit der Wachstumspolstrategie in der Kohäsionspolitik eine weitere Fragestellung dieser Arbeit.