Irmingard von Deimling

Siedlungsbedingungen im frühen Kreta

 

 

 

Freiburger Dissertationen N°2 l Freiburg 1994 l ISBN 3-930-369 |

315 Seiten auf 4 Mikrofiches l EUR 7,00

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In ihrer Arbeit untersucht die Autorin die Siedlungsbedingungen auf Kreta für den Zeitraum vom Neolithikum bis zur Bronzezeit (MMI). Die Siedlungen der neolithischen und frühestbronzezeitlichen Periode wurden auf ihr Verhältnis zu Parametern untersucht, die für Ackerbau und Viehzucht entscheidend sind, wie Topographie, Klima und Böden. Die Siedlungen der frühen Bronzezeit wurden in bezug auf ihre Lage zu Erzlagerstätten untersucht. Es wird gezeigt, daß schon die frühen Siedlungen auf Böden liegen, die auch nach modernen Maßstäben als vorteilhaft für die Landwirtschaft gelten können, und ferner, daß alle natürlichen Ressourcen in unterschiedlichem Maße ausgenutzt wurden. Die Siedlungsverlagerung in und nach der Phase FMI läßt eine eindeutige Ausrichtung auf Erzlagerstätten und gute Verkehrsverbindungen innerhalb Kretas und darüber hinaus erkennen. Eine sich andeutende Abnahme der Anzahl von Siedlungen der Phase FMIII / MMI wird als Konzentration auf größere Siedlungen in Regionen gedeutet, in denen alsbald Städte oder Paläste entstanden.